FuPa-Bericht: SV Sachsenkam - SC Gaißach

FuPa-Bericht: SV Sachsenkam - SC Gaißach

SV Sachsenkam – SC Gaißach 0:0 – Ersatzgeschwächt liefen beide Teams auf. Bei den Hausherren fehlten Sturmspitze Bernhard Reiter und Matthias Urek; bei den Gästen war es gar ein Quartett, das nicht die Fußballschuhe schnüren konnte: Vitus Partenhauser, Adi Floßmann, Thomas Pföderl und Hans Müller. Die Ausfälle machten sich hüben wie drüben bemerkbar. Vor allem die von SVS-Trainer Sigi Saller zum Favorit erkorenen Gaißacher kamen nicht so richtig in die Gänge. Im Spielaufbau blieb vieles Stückwerk. Allenfalls auf der rechten Seite ging es durch Franz Hartl und nach dem Wechsel vermehrt auch über Ferdinand Hartl Richtung Sachsenkamer Gehäuse. Auch die Hausherren ließen in der ersten Hälfte den finalen Punch vermissen, ihre Feldüberlegenheit konnten sie nicht in Zählbares ummünzen. Nach dem Wechsel legte die Partie dann deutlich an Tempo zu, die Torschüsse jedoch nicht an Präzision. Simon Essendorfer lupfte über SVS-Schlussmann Böckler ins Toraus, Ferdinand Hartls Flanke wurde als Lattenaufsetzer beinahe noch gefährlich, und Benjamin Norrenbergs Volleyschuss hatte zwar Wucht, aber nicht die richtige Richtung. Dieses Stückwerk im Gaißacher Spiel war es, das Trainer Helmut Schenk nach dem Schlusspfiff kritisierte: „Bei uns hat es hinten und vorne gefehlt. Sachsenkam war bissig und clever, darum war es für uns ein glücklicher Punktgewinn.“ Zum einen war es Glück, das den Isarwinklern den „schmutzigen Punkt“ (Schenk) einbrachte, zum anderen Ersatztorhüter David Lang, der vor allem in der letzten halben Stunde richtig viel Arbeit bekam. Thomas Sonner köpfte noch knapp am Kasten vorbei, doch bei Markus Adlers Alleingang musste Lang Kopf und Kragen riskieren, um ihm die Kugel vom Fuß zu pflücken. Auch gegen Korbinian Haberl war Lang kurz darauf gut postiert. Und zu guter Letzt stand dem Sieg der Hausherren auch noch der Pfosten im Weg. Andreas Kappelsberger hatte zwar Lang ausgespielt, aber dann die linke Stange anvisiert. Und so sprach SVS-Coach Saller zurecht von „zwei verschenkten Punkten. Wir waren spielbestimmend, hatten die reifere Spielanlage und haben über 90 Minuten viel mehr ins Spiel investiert. Schade, dass wir so viel Pech im Abschluss hatten.“  sts